Artikel mit dem Tag "Brauchtum-Steiermark"



Die Bezeichnung "Klaubauf" war noch im 19. Jhd. statt "Krampus" weit verbreitet. Heute noch verbindet man den Begriff mit Matrei in Osttirol. Ein Klaubauf trägt ein weißes, schwarzes oder braunes Fell, eine grob geschnitzten Holzmaske oder eine grob wirkende Larve aus Aluminium. Auf seinen Rücken finden sich mehrere größere Glocken.
Seit 1960 findet dieses einzigartige österreichische Blumenfest im Ausseerland immer Ende Mai/Anfang Juni statt, seit 1963 auch per Bootskorso auf dem Grundlsee. Ein weiteres Highlights ist die Wahl der Narzissenkönigin mit ihren Prinzessinnen.

Seit jeher ist es in der Südlichen Weststeiermark Brauchtum zu Ostern als Ausdruck der Freude über die Auferstehung Jesu Christi weithin sichtbare Feuer anzuzünden, die so genannten „Freudenfeuer“. Am Anfang haben die Bauern das angefallene Abfallholz, vorwiegend Stauden, Weinreben und Äste zu einem Haufen auf den Hügeln zusammengetragen und am Karsamstagabend nach der Auferstehungsfeier angezündet.
Am Palmsonntag werden im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing charakteristische Osterhandwerkstechniken aus dem ganzen Land gezeigt: Körbe flechten und Weihdeckerln besticken sind ebenso Teil des Programms wie Eisen schmieden oder Ostereier bemalen.

So wie es Brauch ist wird auch im Österreichischen Freilichtmuseum Stübing am „schmerzhaften Freitag“ der Palmbuschen gebunden. Die Gestaltung und die Formen des Palmbuschens sind regional sehr unterschiedlich.
Die Ausseer Flinserl sind die Frühlingsgestalten des Ausseer Faschings. Sie sind in wundervolle Kleider gehüllt und verteilen an die Kinder Süßigkeiten und Früchte. Am Faschingsdienstag gibt es dann den jährlichen Flinserlumzug.

Die in Damennachthemden gehüllten Trommelweiber sind Männer, die mit Trommeln und Trompeten durch den Ort ziehen. Dabei tragen sie Masken, damit sie von den vertriebenen Dämonen nicht wieder erkannt werden können. Möglicherweise will so mancher Teilnehmer aber auch von weitaus weltlicheren Wesen nicht erkannt werden, wenn er nach der Prozession mit den anderen "Trommelweibern" durch die Wirtshäuser zieht.
Das Faschingrennen am Rosenmontag gehört zu den ältesten Bräuchen der Steiermark. Es handelt sich dabei um den uralten Brauch, durch Lärm und Getöse die Dämonen des Winters zu verscheuchen. Alle 3 Ortsteile haben eine eigene Faschingrennergruppe. In Krakaudorf und Krakauebene laufen sie in jedem ungeraden Jahr. In Krakauschatten in jedem geraden Jahr.

Am Faschingmontag (Damischmontag) trifft sich eine große Schar von verkleideten Männern am Dorfplatz von Ranten. Wenn um 5.00 Uhr die Kirchglocken zum Gebet läuten laufen die Faschingrenner mit lautem Kuhglockengeläut und Schellenklängen los um den Winter auszutreiben. 2011 wurde dieser Brauch in die Liste des immateriellen Kulturerbe der UNESCO aufgenommen.