Artikel mit dem Tag "Brauchtum-Südtirol"



Alle zwei Jahre wird in Stilfs mit dem Pfluagziachn der Frühling begrüßt. Es ist ein ein altes Kultspiel vom Kampf der Naturkräfte, vom Scheiden des Winters und dem Anbruch der segenbringenden, fruchtbaren Zeit. Um Punkt 12.00 Uhr startet das bunte Treiben mit einem Gebet am Kirchplatz.
Jedes Jahr im Januar erinnert sich Kastelruth an die traditionelle Bauernhochzeit. Im Gedenken daran fahren mehrere Pferdeschlitten von St. Valentin durch den Schnee bis nach Kastelruth. Die Hochzeitsgesellschaft in ihren historischen Trachten, vom Brautpaar über die Marenner bis hin zum Hochzeitslader ist absolut sehenswert. Als Abschluss folgt das traditionelle Hochzeitsmahl, die Hoazetkuchl, mit musikalischer Umrahmung.

Jedes Jahr im September wird das Vieh von den Alpen wieder hinab ins Tal getrieben. Dort werden alle Tiere in den einzelnen Gemeinden auf dem Scheidplatz gesammelt und an ihre Besitzer zurückgegeben. Diese Prozedur nennt man in Südtirol Almabtrieb. Gefeiert wird dies in der ganzen Region in großen Festzelten mit zünftiger Musik.
Jedes Jahr zum Juli-Vollmond gibt's den Hexentanz am Würzjoch, wo eine nahezu magische Stimmung verbreitet wird. Die sogenannten “Hexenmeister” begleiten alle Zuschauer bis zu den Hängen des Peitlerkofels, wo dann die Hexen ihr Unwesen treiben und wild tanzen.

In allen Teilen Tirols werden seit dem Herz-Jesu-Gelöbnis von 1796 in der Zeit der Sommer-Sonnwende Bergfeuer entzündet, die an die schweren Zeiten von damals und den Jahren danach erinnern. Die Signalfeuer dienten dazu, Freiwillige zum Landsturm einzuberufen.
In allen Teilen Tirols werden seit dem Herz-Jesu-Gelöbnis von 1796 in der Zeit der Sommer-Sonnwende Bergfeuer entzündet, die an die schweren Zeiten von damals und den Jahren danach erinnern. Die Signalfeuer dienten dazu, Freiwillige zum Landsturm einzuberufen.

Schon Mitte Juni, wenn gerade die Almen jenseits des Alpenhauptkamms schon schneefrei geworden sind, beginnt für ein gutes Viertel der Schafe in Laas im Vinschgau der „lange Marsch“, bei dem beim Schafübertrieb über 44 km, 3.200 Höhenmeter im Aufstieg und 1.800 Meter im Abstieg zurückzulegen sind. Dem Weg der einstigen Entdecker des Schnalstals folgen nun die Schafe mit ihren Hirten und den Hunden.
Beim Scheibenschlagen zwischen Vetzan und dem Oberen Vinschgau werden Zirbenscheiben einer bestimmten Person gewidmet und dann brennend ins Tal geschleudert. Die guten Wünsche, die man dazu ausspricht, fliegen symbolisch nach einem gemeinsamen Gebet zu Tal und werden dem Werfer traditionsgemäß mit einem Osterei gedankt.

"Chalandamarz" bezeichnet in der rätoromanischen Sprache den Beginn des Monats März. Dann wird der Winter mit Glocken ausgeläutet und der nahende Frühlingsbeginn gefeiert. Der Brauch wird im Engadin, Münstertal und südtiroler Vinschgau, im Bergell, Puschlav, Misox, Oberhalbstein und Albulatal ausgeübt. Seine Gestaltung ist von Dorf zu Dorf verschieden.
Es ist dies einer der traditionsreichsten Fasnachtsbräuche im Tiroler Alpenraum. Typisch für den Traminer Egetmann-Umzug ist, dass die Teilnehmer keine Gesichtsmasken tragen, außer dem "Wilden Mann" , dem "Weißen Bär“ und dem „Grünen Bär". Ansonsten sind die Figuren nur mit Ruß oder Schminke "maskiert".

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