Artikel mit dem Tag "Brauchtum-Allgäu"



Brauchtum im Allgäu - Bärbelspringen & Klausentreiben 2021
Die Klausen und Bärbele ziehen jährlich durch die Allgäuer Dörfer. Die Klausen tragen mächtige Tierfelle und Masken mit Tierhörnern. An den Gürteln hängen schwere Kuhschellen, die bei jedem Schritt läuten und scheppern. Am Tag der Heiligen Barbara ziehen unverheiratete Frauen mit moosbeklebten Masken und Schürzen durch die Straßen.
Jedes Jahr im September wird das Vieh von den Alpen wieder hinab ins Tal getrieben. Dort werden alle Tiere in den einzelnen Gemeinden auf dem Scheidplatz gesammelt und an ihre Besitzer zurückgegeben. Diese Prozedur nennt man Viehscheid. Gefeiert wird dies in der ganzen Region in großen Festzelten mit zünftiger Musik.

Das Tänzelfest ist das älteste Kinderfest Bayerns. Es geht auf den letzten Ritter, auf Kaiser Maximillian I. zurück. Im Laufe von fünf Jahrhunderten hat das Fest viele Wandlungen durchgemacht und heute steht es unter dem Motto „Kinder spielen die Geschichte ihrer Stadt“.
"Füssen in der Renaissance" bietet Ende Juni eine Reise in die Vergangenheit mit Highlights wie dem großen Festzug, in dem die Zeit der Kelten bis in die Renaissance von hunderten Teilnehmern wieder zum Leben erweckt wird. Als Höhepunkt werden Kaiser Maximilian I. und sein Hofstaat die Stadt besuchen.

Der einzigartige Wilde-Mändle-Tanz, geht in seiner Überlieferung in die keltische Zeit vor über 2000 Jahren zurück und wird nur alle 5 Jahre aufgeführt. Die "Wilden Mändle"gab es früher im ganzen Alpengebiet, von Hochsavoien bis zur Tatra, von den Dolomiten bis in den Harz und den Thüringer Wald. Nur noch in Oberstdorf hat sich der Tanz bis heute erhalten.
Zu einer der beliebtesten Traditionen zählt in ganz Bayern das Maibaumaufstellen. Jedes Jahr am 1. Mai wird an zentralen Plätzen in Orten und Gemeinden der geschmückte und häufig mit dekorativen Schildern verzierter Baum aufgestellt.

Die Osterbrunnen schmücken bis Ende April die Stadt. Um die engagierten Dekorateure zu ehren, findet zudem das Osterbrunnenfest statt. An den Osterbrunnen geben die Stadtkapelle Bad Wörishofen und der Musikverein Stockheim 20-minütige Standkonzerte.
Auch im Allgäu wird der Winter mit dem "Funkenfeuer" ausgetrieben. Am ersten Fastensonntag des Jahres wird das trockene Holz und die alten Weihnachtsbäume auf einer großen Wiese vor dem Dorf zu einem hohen Haufen geschichtet. Oben auf den Stapel kommt die „Funkenhex’“, eine Strohpuppe. Zu einem richtigen Funkenfeuer gehören auch die schmalzgebackenen „Funkenküachle“.

Jedes Jahr, wenn in anderen Orten der letzte Tag des Faschings gefeiert wird, begehen die Staufner, wie sich die Einheimischen nennen, den Fasnatziestag, ein Brauchtumsfest, das ursprünglich weder Kostüm noch Maskerade kennt und in seinen Ursprüngen auf das Schicksalsjahr 1635 zurückgeht.
Die lange Tradition geht bis ins Spätmittelalter zurück, als die Vellach den Ort überschwemmte und nur die höher gelegene Kirche „Maria Dorn“ den Bewohnern Schutz bot. Um die reißenden Fluten zu beruhigen, wurde damals eine Miniaturkirche angefertigt, die man dem Fluss mit einem Gelöbnis übergab. Gefeiert wird am Vorabend zu "Maria Lichtmeß", also am 1. Februar.