Brauchtum rund um Vorarlberg - Funkensonntag 2020

 

nächstes Funkenabbrennen

Freitag, 28. Februar bis Sonntag, 1. März, ab ca. 19:00 Uhr

 

Funken Oberfallnberg © Friedrich Böhringer
Funken Oberfallnberg © Friedrich Böhringer

 

Der Funkensonntag ist der erste Sonntag nach Aschermittwoch, er wird in Vorarlberg aber auch “Küachlisonntag” genannt – nicht zu Unrecht, denn bei jedem Funken gibt es ein tolles Rahmenprogramm mit Live-Musik oder Blasmusik und herausgebackenen “Funkaküachli” aus Hefe und am vorherigen Nachmittag meist auch einen Kinderfunken mit Familienprogramm. Das Funkenabbrennen ist im schwäbisch-alemannischen Raum zwischen Ostfrankreich und dem südtiroler Vinschgau verbreitet, ganz stark in Vorarlberg, am Bodensee, in Liechtenstein sowie dem Allgäu.

 


Infos

 

 

 

 

Der Kinderfunken

Er  findet schon am Nachmittag wenns noch hell ist vor dem Hauptfunken, der meist ca. ab 19:00 Uhr, wenn's schon zappenduster ist, abgefackelt wird. Dieser ist meist nur wenige Meter hoch aufgebaut

 

Der Hauptfunken

Dieser sorgt meist für Diskussionen, wie unlängst 2019 als in der Markgemeinde Lustenau der Weltrekordfunken mit einer Höhe von fast 60 m Höhe errichtet wurde. Die Bauweise ist von Gegend zu Gegend, von Region zu Region sehr unterschiedlich. Es können dies einfache Haufen mit Gestrüpp-ähnlichem Holz sein, schön aufgebaute Scheitern oder auch Holzstangen, die aufeinandergeschichtet werden.

 

Die Hexe

Zu einem "ghöriga" Vorarlberger Funken gehört von jeher eine Stoffpuppe, die vollgestopft mit Schwarzpulver ist und ganz oben auf dem Scheiterhaufen angebracht wird. Natürlich erinnert dies auch an düstere Zeiten als zehntausende Frauen und auch Männer in ganz Mitteleuropa qualvoll sterben mußten. 

 

Das Scheibenschlagen

Wie das Funkenabbrennen in Vorarlberg als ganzes gehört das Scheibenschlagen, v. a. im Montafon, in Westtirol sowie im Südtiroler Vinschgau verbreitet, zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO.  Kreisrunde oder quadratische Scheiben, meist aus Buchenholz werden von Talhängen bergabwärts katapultiert.

 

 

Termine & Funkenorte in Vorarlberg

Funken am Freitag, 28. Februar 2020

 

Bartholomäberg-GantschierBartholomäberg Platta . Sankt Gallenkirch-Galgenul .  Götzner Berg

 

Funken am Samstag, 29. Februar 2020

 

Bezau . Bildstein . Bings .  Bludesch . Braz . Bregenz-West . Dalaas . Dornbirn-Ebnit . Dornbirn-Hatlerdorf . Dornbirn-Kehlegg . Dornbirn-Rohrbach . Dornbirn-Zanzenberg . Düns , Feldkirch-Altenstadt . Feldkirch-Gisingen . Feldkirch-Tisis . Frastanz-Amerlügen . Frastanz-Fellengatter . Gaißau . Gortipohl . Götzis-Meschach . Hard . Hohenems-Erlach . Hohenems-Spitzbühel . Hörbranz-Ruggburg . Langen bei Bregenz . Lauterach . Lochau-Bäumler . Marul . Meiningen . Nüziders . Rankweil-Brederis . Sankt Gallenkirch-Hof . Schruns . Schwarzach . Silbertal Silbertal-Brunnafeld . Sulz . Viktorsberg

 

Funken am Sonntag, 1. März 2020

 

Alberschwende . Bartholomäberg-Jetzmunt . Bartholomäberg-Kristberg . Bartholomäberg-Widum . Batschuns . Bludenz . Bludenz-Obdorf . Bludenz-Rungelin . Bürs . Bregenz-Yachtclub am See . Dornbirn-Heinzenbeer . Dornbirn-Oberdorf . Dornbirn-Mühlebach . Dornbirn-Vorderachmühle . Bartholomäberg-Kristberg . Nenzing-Bardiel . Feldkirch-Ardetzenberg . Feldkirch-Hub . Feldkirch-Nofels . Feldkirch-Tosters . Fontanella . Frastanz-Frastafeders . Frastanz-Sonnenheim . Fußach . Gargellen . Gaschurn . Gortipohl . Götzis-Sankt Arbogast . Höchst . Hohenems-Schwefel . Laterns . Lochau-Fritsch am Berg . Lustenau-Hofstalderfunken . Mellau . Partenen . Rankweil-Sankt Peter Bühel . Röns . Röthis . Sankt Anton im Montafon . Sankt Gallenkirch . Schoppernau . Schruns-Gamplaschg . Schruns-Gamprätz . Schruns-Rainweg . Tschagguns-Krista . Tschagguns-Mauren . Wolfurt-Rickenbach

 


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Empfehlung Funkenabbrennen mit Scheibenschießen/Scheibenschlagen

Sankt Gallenkirch-Gortipohl, Sonntag 10. März, 20:15 Uhr

Scheibenschlagen im Montafon - © Montafon Tourismus / Andreas Haller
Scheibenschlagen im Montafon - © Montafon Tourismus / Andreas Haller

 

Das Scheibenschlagen in Gortipohl ist einzigartig im Montafon. Auf einem Hügel über dem Dorf werden kleine Holzscheiben auf Haselnussstöcke gesteckt,im Feuer zum Glühen gebracht und auf einer Rampe abgeschlagen, sodass sie 100 bis 150 Meter weit durch die Luft fliegen. Die Ursprünge dieses Ritualesliegen Jahrhunderte zurück. Die Tradition wurde von Generation zu Generation weitergeben und in Ehren gehalten. Heute ist das Scheibenschlagen ein fester Bestandteil des Funkenwochenendes und seit Juni 2016 auch im Verzeichnis des nationalen Kulturerbes der UNESCO gelistet.